Ey CEO Outlook 2026
EY-Parthenon, 2026, Englisch
Bewertung
Der „EY CEO Outlook 2026“ bietet eine internationale CEO-Perspektive zu den Themen KI, Transformation und Investitionsverhalten und hat klare Implikationen für die Bereiche HR, Talentstrategie und Standortattraktivität.
Untersuchte Fragestellung
Wie reagieren CEOs weltweit auf geopolitische Unsicherheit, Konjunkturabkühlung und steigenden Kostendruck? Welche Rolle spielen KI, Transformation und M&A für zukünftiges Wachstum?
Inhalte/Trends
Der „EY CEO Outlook 2026“ zeigt ein deutlich eingetrübtes globales Konjunkturbild – mit besonders starkem Stimmungsrückgang in Deutschland. Weltweit sank der Anteil optimistischer CEOs von 35 % auf 24 %, in Deutschland sogar von 36 % auf 19 %. Gleichzeitig ist der Anteil der Pessimisten deutlich gestiegen. Hauptursachen sind geopolitische Spannungen, Handelskonflikte – insbesondere US-Zölle –, steigende Betriebskosten sowie eine wachsende Planungsunsicherheit. 61 % der CEOs erwarten 2026 höhere operative Kosten, unter anderem für Energie, Personal, Technologie und Regulierung. Trotz dieser Rahmenbedingungen rechnen rund neun von zehn CEOs mit Wachstum bei Umsatz, Profitabilität und Produktivität, das durch interne Effizienzprogramme, gezielte Investitionen und technologische Skalierung getragen wird.
Auffällig sind die regional unterschiedlichen Strategien: Während viele europäische Unternehmen Investitionen vertagen oder stoppen, agieren asiatische Konzerne deutlich offensiver. So beschleunigen 60 % der chinesischen, 48 % der südkoreanischen und 46 % der japanischen Unternehmen ihre Investitionen. In Deutschland sind es lediglich 28 %, während ein vergleichsweise hoher Anteil Investitionen zurückstellt. Auch bei der Expansion in neue Märkte zeigen sich asiatische Unternehmen wesentlich dynamischer. Die Studie deutet somit auf ein mögliches strukturelles Wettbewerbsrisiko für Europa hin, wenn defensive Strategien dominieren.
Künstliche Intelligenz bleibt der zentrale Transformationshebel. Weltweit berichten 79 % der CEOs – in Deutschland sogar 83 % – dass ihre KI-Initiativen die Erwartungen erfüllen oder übertreffen. Besonders relevant sind Generative AI (54 %) und Machine Learning (45 %), die zunehmend durch Agentic AI und Automatisierungslösungen ergänzt werden. Der Fokus verschiebt sich dabei von breiter Experimentierung hin zur disziplinierten Skalierung entlang zentraler Wertschöpfungsketten. Transformation wird dabei als kontinuierlicher Prozess verstanden: 52 % der Unternehmen befinden sich bereits in einer umfassenden Transformation, weitere 45 % planen den Start für das Jahr 2026.
Parallel dazu gewinnen M&A sowie strategische Allianzen an Bedeutung, um schneller Zugang zu Technologie, Talenten und neuen Märkten zu erhalten und die Erreichung der Transformationsziele zu beschleunigen.
Geltungsbereich
Befragung von 1.200 CEOs in 21 Ländern weltweit.
Link zur Studie
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