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Randstad-ifo-HR-Befragung Q1

ifo INSTITUT & Randstad, 2026, Deutsch

Auf den Punkt:

Um dem demografischen Wandel und dem Fachkräftemangel zu begegnen, setzen deutsche Unternehmen bei der Personalrekrutierung zunehmend auf ältere Beschäftigte und flexible Arbeitszeitmodelle.

Bewertung

Die Ergebnisse der Randstad-ifo-HR-Befragung 1. Quartal liefern Benchmarks zur Altersstruktur, zu wirksamen Bindungs- und Recruitinginstrumenten sowie eine Orientierungshilfe zur konkreten Ausgestaltung von Arbeitsbedingungen für ältere Belegschaftsmitglieder.

Untersuchte Fragestellung

Wie begegnen Unternehmen dem demografischen Wandel? Welche Bedeutung haben ältere Beschäftigte und Rentner für die Wissenssicherung? Wie wird die Aktivrente bewertet? Welche Anreize und Weiterbildungsmaßnahmen nutzen Betriebe im Rahmen des Recruitings?

Inhalte/Trends

Im Wettbewerb um Arbeitskräfte nutzen 76 % der Unternehmen flexible Arbeitszeiten als Anreiz. Weiterbildungsmaßnahmen werden von 66 % der Betriebe angeboten, während Zusatzangebote wie Sport oder Jobtickets mit 57 % leicht rückläufig sind. Einen flexiblen Arbeitsort bieten 31 % der Unternehmen, die 4-Tage-Woche spielt mit 10 % eine untergeordnete Rolle. Die Hauptmotivation für Weiterbildungen ist das Erlernen neuer Fähigkeiten mit 61 %, dicht gefolgt von der Mitarbeiterbindung mit 60 %. Im Jahr 2025 nahmen im Durchschnitt 31 % der Mitarbeitenden an einer Weiterbildung teil, wobei die Quote in Großunternehmen bei 40 % und in Kleinunternehmen bei 29 % lag. Die durchschnittliche Weiterbildungsdauer sank auf 6,8 Stunden pro Woche.

36 % der Betriebe erachten die neu eingeführte Aktivrente als wirksames Mittel gegen den Fachkräftemangel. Bereits jetzt beschäftigen 70 % der Unternehmen Mitarbeitende im Ruhestand, vor allem im Handel und in der Industrie mit jeweils 74 %. Im Durchschnitt waren 83 % dieser Rentner bereits vor ihrem Ruhestand im selben Betrieb tätig. Die dominierenden Beschäftigungsformen sind der Minijob mit 60 % und die Teilzeitstelle mit 58 %. Die große Mehrheit von 92 % der erwerbstätigen Rentner übt ihre ursprüngliche Tätigkeit aus. Mentoring oder eine beratende Funktion wird dagegen nur in 9 % der Firmen genutzt, wobei dieser Anteil in Großunternehmen bei 23 % liegt.

Als Hauptgrund für die Beschäftigung von Rentnern nennen 68 % den Wissenserhalt und den Know-how-Transfer, dicht gefolgt vom allgemeinen Arbeits- und Fachkräftemangel mit 64 %. Gegen eine Weiterbeschäftigung sprechen für 50 % der Betriebe ein ausreichender Personalbestand und für 46 % das Fehlen eines entsprechenden Arbeitsangebots von Rentnern. Aktuell sind 37 % der Beschäftigten in Unternehmen über 50 Jahre alt, ihr Anteil bei Neueinstellungen liegt jedoch lediglich bei 17 %. Um ältere Beschäftigte länger im Unternehmen zu halten, ergreifen 38 % der Firmen gezielte Maßnahmen. Dazu zählen flexiblere Arbeitsmodelle (87 %) und altersgerechte Arbeitsplätze (50 %).

Geltungsbereich

An der Randstad-ifo-HR-Befragung für das 1. Quartal nahmen 531 HR-Verantwortliche aus Deutschland teil. Sie sind auf die Bereiche verarbeitendes Gewerbe (40 %), Handel (25 %) und Dienstleistungssektor (35 %) aufgeteilt.

Link zur Studie

 

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