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Reality Check 2026: KI am Arbeitsplatz

G-P (Globalization Partners), 2026, Englisch

Auf den Punkt:

Die Studie „Reality Check 2026: KI am Arbeitsplatz“ belegt den Wandel von experimenteller KI-Nutzung hin zu wirtschaftlicher Erfolgsmessung und globalen Talentstrategien.

Bewertung

Die Studie liefert aktuelle internationale Einblicke in den praktischen Einsatz von KI in Unternehmen und beleuchtet die Auswirkungen auf Führung, Talentmanagement und Arbeitsorganisation.

Untersuchte Fragestellung

Wie verändern sich Nutzung, Wert und Kontrolle von KI im Unternehmen und welche Folgen hat dies für Führung und Talentstrategien?

Inhalte/Trends

Der Studie zeigt einen deutlichen Wandel im Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Während das Vorjahr von Experimentierfreude geprägt war, rückt nun der tatsächliche Geschäfts­nutzen in den Mittelpunkt. Zwar nutzen inzwischen alle befragten Führungskräfte KI-Technologien, doch der Anteil der Unternehmen mit einer aggressiven Innovationsstrategie sank von 60 % auf 42 %. Statt einer flächendeckenden Einführung steht zunehmend die Überprüfung konkreter Ergebnisse im Fokus.

Diese Entwicklung wird durch bisherige Investitionen beeinflusst. 73 % der Führungskräfte geben an, dass die erzielten Ergebnisse hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind, während 16 % von negativen Renditen berichten. Entsprechend erklären viele Unternehmen, Budgets künftig stärker an nachweisbare Geschäftsergebnisse zu koppeln. Gleichzeitig erwarten 44 % der Befragten, dass sich die aktuelle KI-Euphorie zumindest teilweise abschwächen könnte.

Ein weiteres zentrales Ergebnis betrifft Vertrauen und Kontrolle. Nur 23 % der Führungs­kräfte äußern uneingeschränktes Vertrauen in die Genauigkeit von KI-generierten Ergebnissen. Die Erhebung Reality Check 2026: KI am Arbeitsplatz macht deutlich, dass 69 % von einem gestiegenen Aufwand für die Prüfung, Überarbeitung und Freigabe von KI-Inhalten berichten. Zudem sorgen sich 90 % der Führungskräfte über die Nutzung nicht freigegebener KI-Anwendungen durch Mitarbeitende. Auch rechtliche und ethische Frage­stellungen gewinnen an Bedeutung. 61 % geben an, Unsicherheit zu verspüren, wenn KI bei sensiblen oder rechtlich relevanten Dokumenten eingesetzt wird.

Im Talentbereich zeigt sich ein Spannungsfeld zwischen Technologieeinsatz und Humankapital. 82 % der Führungskräfte geben an, dass KI den wahrgenommenen Wert menschlicher Arbeit verändert hat. Menschliche Kompetenzen werden als entscheidend für die erfolgreiche Nutzung von KI betrachtet. Besonders gefragt sind Fähigkeiten wie kritisches Denken, ethische Entscheidungsfindung, Kommunikation und die Bewertung komplexer Sachverhalte. Parallel verschärft sich der Wettbewerb um KI-Fachkräfte. 52 % der Unternehmen sehen fehlende KI-Kompetenzen und mangelnde Datenkompetenz als zentrale Hürden für ihre KI-Strategie. Um diese Lücken zu schließen, würden 82 % der Führungskräfte gezielt Mitarbeitende in Ländern einstellen, in denen das Unternehmen bislang nicht vertreten ist.

Geltungsbereich

Internationale Online-Befragung von 1.250 Führungskräften und Entscheidungsträgern aus Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen.

Link zur Studie

 

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