Future Skills Studie 2026
Haufe Akademie, 2026, Deutsch
Bewertung
Die Future Skills Studie 2026 identifiziert kritische Wahrnehmungslücken bei Zukunftskompetenzen und liefert die Basis, um die Zukunftsfähigkeit im KI-Zeitalter strategisch zu sichern.
Untersuchte Fragestellung
Welche Kompetenzen werden für den Arbeitsmarkt der Zukunft als am wichtigsten erachtet? Wie weit gehen die Einschätzungen von Fach- und Führungskräften bezüglich vorhandener Skills und benötigter Rollen auseinander? Und welche Lernformate versprechen den größten Erfolg beim Erwerb dieser Future Skills?
Inhalte/Trends
Die technologische Transformation und der Einsatz künstlicher Intelligenz beschleunigen den Bedarf an neuen Kompetenzen in den Unternehmen massiv. Ein zentrales Ergebnis der Future Skills Studie 2026 ist die ausgeprägte Diskrepanz zwischen der Selbstwahrnehmung der Fachkräfte und der Fremdeinschätzung durch ihre Führungskräfte. Während 79 % der befragten Fachkräfte ihre eigenen digitalen Kompetenzen als gut oder sehr gut bewerten, teilen lediglich 54 % der Führungskräfte diese positive Einschätzung in Bezug auf ihre Teams. Diese Wahrnehmungslücke zieht sich durch verschiedene Kompetenzbereiche, tritt jedoch besonders deutlich bei der Problemlösungskompetenz und der Fähigkeit zur effektiven digitalen Zusammenarbeit hervor.
Die Studie verdeutlicht zudem eine strukturelle Verschiebung hin zu sogenannten „Human-Centric Skills“. Neben technologischem Grundverständnis und spezifischer KI-Kompetenz gewinnen emotionale Intelligenz, Anpassungsfähigkeit und kritisches Denken massiv an Bedeutung. Diese Fähigkeiten werden als essenziell eingestuft, um in einer zunehmend automatisierten Arbeitswelt komplexe Aufgaben zu lösen und menschliche Wertschöpfung sicherzustellen. In der Folge verändern sich auch die Anforderungsprofile: Klassische, eng gefasste Jobbeschreibungen werden sukzessive durch hybride Rollenbilder ersetzt, die eine Kombination aus technischem Know-how und ausgeprägten sozialen Kompetenzen erfordern.
Hinsichtlich der betrieblichen Weiterbildung zeigt die Studie eine klare Präferenz für praxisnahe Formate, die direkt in den Arbeitsfluss integriert sind („Learning in the flow of work“). Fachkräfte identifizieren Zeitmangel als das größte Hindernis für ihre berufliche Entwicklung. In Konsequenz gewinnen granulare, zeitlich flexible digitale Lerneinheiten gegenüber traditionellen, mehrtägigen Präsenzseminaren deutlich an Relevanz. Die Ergebnisse legen nahe, dass der bestehende „Future Skills Gap“ nur dann erfolgreich geschlossen werden kann, wenn Unternehmen die Erwartungshaltungen zwischen Management und Belegschaft synchronisieren. Hierbei kommt der Personalabteilung die Aufgabe zu, eine Lernkultur zu etablieren, die individuelle Lernpfade ermöglicht und die allgemeine Veränderungsbereitschaft innerhalb der Organisation systematisch fördert.
Geltungsbereich
Online-Befragung von 1.064 Personen (606 Fachkräfte und 458 Führungskräfte) aus dem DACH-Raum.
Link zur Studie
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