Links überspringen

Randstad-ifo-HR-Befragung Q2 2026

Randstad Deutschland, ifo Institut, 2026, Deutsch

Auf den Punkt:

Wirtschaftliche Unsicherheiten sowie hohe Energie- und Betriebskosten belasten deutsche Unternehmen massiv und führen bei der Mehrheit der Belegschaft zu spürbar gestiegenem mentalem Stress.

Bewertung

Die Ergebnisse in der Randstad-ifo-HR-Befragung Q2 2026 bieten HR-Entscheidern fundierte Orientierung zu aktuellen Belastungsfaktoren und unterstützen bei der strategischen Gestaltung gesundheitsförderlicher Betriebsmodelle.

Untersuchte Fragestellung

Welche Faktoren belasten deutsche Unternehmen aktuell am stärksten? Wie entwickeln sich die Arbeitsauslastung und die mentale Gesundheit der Beschäftigten? Und wie bewerten Personalverantwortliche das Instrument einer möglichen Teilkrankschreibung?

Inhalte/Trends

Die wirtschaftliche Lage deutscher Unternehmen ist von hohen Kostenstrukturen und anhaltenden Unsicherheiten geprägt. Laut der Randstad-ifo-HR-Befragung Q2 2026 bezeichnen 63 % der Befragten gestiegene Energie-, Material- und Betriebskosten als stärksten Belastungsfaktor. Dicht dahinter liegt die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung mit 62 %. Einen Auftragsrückgang melden 45 % der Betriebe, während der Fachkräftemangel mit 36 % auf dem vierten Platz rangiert. Um die Kosten zu dämpfen, setzt die Mehrheit der Unternehmen auf digitale Formate: 25 % ersetzen Präsenztermine durch digitale Meetings und 17 % reduzieren Dienstreisen.

Die betriebliche Auslastung verläuft zwiespältig. So ist die Arbeitsbelastung bei 38 % der Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten gestiegen, während sie bei 21 % gesunken und bei 41 % unverändert geblieben ist. Besonders mittelgroße Betriebe verzeichnen mit 56 % ein deutliches Plus bei der Auslastung. Parallel dazu steigt das Stressniveau: 51 % der Unternehmen berichten von einer Zunahme der mentalen Belastung ihrer Mitarbeitenden. Als Hauptursachen nennen die Personalverantwortlichen mit 49 % Unsicherheiten bezüglich der Wirtschaftslage sowie mit 45 % interne Veränderungsprozesse. Zudem tragen eine hohe Arbeitsmenge (37 %) und Personalengpässe (35 %) zur Belastung bei.

Das Angebot für mobiles Arbeiten wächst weiter. Mittlerweile ermöglichen 67 % der Unternehmen Homeoffice. Das ist ein Anstieg um 5 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Die angebotene Anzahl an Tagen sank jedoch leicht von 6,6 auf 6,0 Tage pro Monat. Dem Thema Teilkrankschreibung steht die HR-Praxis skeptisch gegenüber: 48 % der Betriebe halten diese Option für wenig sinnvoll. Als größte Hürde identifizieren 76 % der Betriebe die schwierige Abgrenzung zwischen Arbeitsfähigkeit und Arbeitsunfähigkeit, dicht gefolgt vom bürokratischen Aufwand mit 57 %.

Geltungsbereich

Befragung von 519 HR-Verantwortlichen aus dem Verarbeitenden Gewerbe (40 %), dem Handel (23 %) und dem Dienstleistungssektor (37 %) in Deutschland.

Link zur Studie

 

HRblue Newsletter abonnieren

 

Weitere Leistungen

HRblue WebsiteVakanz-AnfrageSpotlight HR-StudienHR Stellenangebote

Executive SearchProfessional SearchHR Interim Management