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HR-Umfrage 2026: Was Personalabteilungen wirklich denken

HRlab Redaktion, 2026, Deutsch

Auf den Punkt:

Die „HR-Umfrage 2026: Was Personalabteilungen wirklich denken“ zeigt, dass der steigende Krankenstand im Mittelstand primär auf psychischen Stress statt auf mangelnde Arbeitsmoral zurückzuführen ist.

Bewertung

Die Studie liefert Benchmarks zur Entwicklung von Krankenständen, Arbeitszeitmodellen und Generationenunterschieden aus der HR-Praxis. Sie zeigt auf, warum starre Präsenzpflichten oft am Bedarf vorbeigehen.

Untersuchte Fragestellung

Wie bewerten Personalabteilungen im deutschen Mittelstand die aktuelle Entwicklung von Krankenstand, Arbeitsmoral sowie Arbeitszeitmodellen?

Inhalte/Trends

Die Ergebnisse der „HR-Umfrage 2026: Was Personalabteilungen wirklich denken“ zeichnen ein differenziertes Bild der aktuellen Arbeitswelt. Zwar verzeichnen 63 % der Unternehmen in den vergangenen drei Jahren einen gestiegenen Krankenstand, doch die Ursachen liegen selten in mangelnder Motivation. Am häufigsten werden psychische Belastung und Stress (54 %) genannt, gefolgt von physischen Erkrankungen (47 %) und echten Motivationsproblemen (40 %). Zudem nennen 28 % der Befragten eine Überlastung durch Personalmangel als Krankheitsursache. Um dem entgegenzuwirken, reagieren 86 % der Betriebe aktiv: 68 % setzen auf flexible Arbeitsmöglichkeiten wie Homeoffice und freie Zeiteinteilung, 53 % führen Rückkehrgespräche und 48 % bieten ein betriebliches Gesundheitsmanagement an.

Die öffentliche Diskussion über eine sinkende Arbeitsmoral spiegelt sich in den Personaldaten kaum wider. Für 42 % der Befragten blieb die Arbeitsmoral in den letzten drei Jahren unverändert, während 41 % eine Verschlechterung wahrnehmen. Auch die Bereitschaft zu Überstunden erweist sich bei 62 % der Unternehmen als stabil, lediglich 30 % verzeichnen hier einen Rückgang. Ein Generationenkonflikt lässt sich nur bedingt bestätigen. Zwar nehmen 70 % der HR-Verantwortlichen generationenspezifische Unterschiede wahr, doch fast 40 % der Abteilungen widersprechen dem Klischee einer unmotivierten Gen Z und bescheinigen den jüngeren Angestellten denselben oder sogar höheren Einsatz als älteren Generationen.

Ein realer Trend zeigt sich bei den Arbeitszeitmodellen: In 64 % der Betriebe ist der Anteil der Teilzeitbeschäftigten gestiegen. HR-Abteilungen bewerten diesen Trend positiv, denn 61 % befürworten Teilzeitwünsche und setzen diese fast immer um. Die Firmen nennen den höheren Koordinationsaufwand (32 %) und die erschwerte Teamkommunikation (19 %) als größte Herausforderungen; 25 % sehen gar keine Probleme. Die 4-Tage-Woche ist im Mittelstand dagegen noch nicht etabliert. Zwar lehnen nur 13 % das Modell prinzipiell ab, doch für 42 % ist es schlicht nicht praktikabel und 38 % sehen keine Möglichkeit zur Umsetzung.

Geltungsbereich

Online-Befragung von 121 HR-Verantwortlichen, beschränkt auf Unternehmen in Deutschland mit mindestens 50 Mitarbeitenden.

Link zur Studie

 

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