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Do-it-Jobs Report 2026

hokify, 2026, Deutsch

Auf den Punkt:

Der Do-it-Jobs Report 2026 zeigt, dass nicht das Gehalt, sondern strukturelle Belastungen und mangelnde Erholungsphasen die Hauptgründe für Fluktuation sind und Arbeitszeit­flexibilisierung zum entscheidenden Bindungsfaktor wird.

Bewertung

Die Studie zeigt, dass strukturelle Entlastung und fachliche Weiterentwicklung eine wirksamere Methode zur Stärkung der Bindung sind als reine Gehaltserhöhungen. Sie bietet eine klare Priorisierungshilfe für Investitionen in moderne Zeitmodelle und verlässliche Rahmenbedingungen.

Untersuchte Fragestellung

Was sind die wahren Ursachen für Jobwechsel in gewerblich-technischen, sozialen und medizinischen Berufen und welche Rahmenbedingungen entscheiden über die langfristige Bindung von Fachkräften?

Inhalte/Trends

Der Do-it-Jobs Report 2026 identifiziert körperliche Belastung und Stress (36,1 %) als primäre Wechselgründe, die damit noch vor einer zu geringen Bezahlung (33,0 %) rangieren. Besonders kritisch ist die Lage in der Pädagogik und sozialen Bildung, wo über die Hälfte der Befragten die physische und psychische Last als zentralen Kündigungsgrund nennt. Ein signifikanter Trend zeigt sich bei der Arbeitszeitgestaltung: Fast 40 % der Beschäftigten würden für eine Vier-Tage-Woche bei gleichbleibendem Gehalt den Arbeitgeber wechseln. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung von Erholung und Zeitautonomie.

Bei den betrieblichen Zusatzleistungen führen konkrete Entlastungen wie zusätzliche Urlaubstage (42,1 %) und Verpflegungsangebote die Wunschliste an. Dies verdeutlicht, dass Vorteile, die den Alltag erleichtern, eine höhere Relevanz besitzen als rein symbolische Extras. Obwohl eine bessere Bezahlung für viele ein erstrebenswerter Zustand bleibt, sind es in der Arbeitsrealität strukturierte Abläufe und echte Planbarkeit, die für Fachkräfte entscheidend sind, um an einem Unternehmen zu binden. Nur ein geringer Anteil der Beschäftigten (6,8 %) ist völlig wunschlos glücklich, was das enorme Potenzial für Arbeitgeber verdeutlicht.

Ein wichtiger, jedoch oft unterschätzter Faktor ist die fachliche Weiterentwicklung. Statt klassischer Karrierestufen streben Beschäftigte in Do-it-Jobs primär nach einer Vertiefung ihres Fachwissens (33,2 %) oder einer Spezialisierung (19,4 %). Unternehmen, die praxisnahe Lernchancen bieten und die Identifikation mit dem Handwerk oder der pflegerischen Tätigkeit fördern, erzielen eine deutlich höhere Loyalität. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Mitarbeiterbindung im Jahr 2026 insbesondere durch ein Umdenken in der Organisationsstruktur und die gelebte Work-Life-Balance gelingen kann.

Geltungsbereich

Befragung von 2.010 Erwerbstätigen in gewerblichen, technischen und sozialen Berufen in Deutschland.

Link zur Studie

 

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