Links überspringen

Top Priorities for CHROs 2026

Gartner, 2026, Englisch/Deutsch

Auf den Punkt:

Laut den „Top Priorities for CHROs 2026” ist die strategische Neugestaltung des HR-Betriebsmodells die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche KI-Wertschöpfung und verspricht Produktivitätssteigerungen von bis zu 29 %.

Bewertung

Die Studie liefert evidenzbasierte Prioritäten und Handlungsfelder, um die HR-Funktion in einer durch KI und Effizienzdruck geprägten Arbeitswelt strategisch neu zu positionieren.

Untersuchte Fragestellung

Welche vier Kernprioritäten müssen CHROs im Jahr 2026 adressieren, um das Wachstum und die Performance der Organisation nachhaltig zu steigern?

Inhalte/Trends

Um das Unternehmenswachstum und die Performance nachhaltig zu sichern, hat Gartner in den „Top Priorities for CHROs 2026” vier zentrale Handlungsfelder identifiziert.

Die erste Priorität liegt in der Revolutionierung des Personalwesens durch KI. Die Studie betont dabei, dass technologische Fortschritte vor allem durch eine Weiterentwicklung des HR-Betriebsmodells erzielt werden. Diese strukturelle Anpassung hat mit 29 Prozent die höchste prognostizierte Wirkung auf die KI-Produktivität. In diesem Zuge wird die Einrichtung eines „HR Innovation Command Centers“ empfohlen, um die Transformation zentral zu steuern. In der neuen Struktur verschieben sich die Rollenprofile signifikant: Während digitale Lösungen und KI-Agenten zunehmend transaktionale Aufgaben übernehmen, entwickeln sich HR-Business-Partner zu strategischen Talent-Leadern und Fachabteilungen (COEs) zu Designern für hochgradig personalisierte HR-Produkte.

Als zweite Priorität müssen CHROs die Arbeitsgestaltung in der Mensch-Maschine-Ära definieren. Die Analyse legt eine „Now-Next“-Talentstrategie nahe, die kurzfristige Ergebnisse mit langfristigen Szenarien für eine gemischte Belegschaft aus Menschen und KI synchronisiert. Dabei ist zu differenzieren, ob KI lediglich als Unterstützung dient oder ob Prozesse grundlegend „AI-first“ gestaltet werden.

Die dritte Priorität umfasst die Mobilisierung von Führungskräften für Wachstum in einem unsicheren Marktumfeld. Laut Gartner müssen Führungskräfte befähigt werden, Veränderungen nicht mehr nur punktuell zu inspirieren, sondern diese als instinktive Routine in den täglichen Arbeitsfluss zu integrieren. Dies setzt voraus, dass HR die Führungskräfte mit Instrumenten ausstattet, um emotionale Reaktionen im Team aktiv zu steuern und Veränderungsreflexe für intuitives Handeln zu trainieren.

Zuletzt identifiziert die Studie die Bekämpfung von Kultur-Atrophie als entscheidenden Faktor zur Leistungssteigerung. Da sich das Beschäftigungsverhältnis aktuell zu einem Modell von „mehr Leistung bei geringeren Erwartungen“ wandelt, sieht Gartner die Notwendigkeit, die Unternehmenskultur tief in die täglichen Arbeitsprozesse einzubetten. Organisationen, die ihre Werte erfolgreich in konkrete, kontextbezogene Verhaltensweisen übersetzen, können die Mitarbeiterleistung laut der Erhebung um bis zu 34 % steigern.

Geltungsbereich

Die Studie basiert auf der Befragung von 426 CHROs aus 23 Branchen und vier globalen Regionen sowie zusätzlichen Interviews mit CEOs und Marktanalysen aus dem Jahr 2025.

Link zur Studie

 

HRblue Newsletter abonnieren

 

Weitere Leistungen

HRblue WebsiteVakanz-AnfrageSpotlight HR-StudienHR Stellenangebote

Executive SearchProfessional SearchHR Interim Management